Habe ich Ihnen eigentlich schon das Kassettencover meiner Lieblingsmusik von meinem letzten Griechenlandurlaub gezeigt? Da die Drecksmietwagenkiste kein IPhoneanschluss hatte, musste ich mich am nächsten Strassenstand mit Raubkassetten der hiesigen Stars eindecken. Ein echter Glücksfall, muss ich sagen. Die deutschstämmige Namibierin Mlambo-Nguka lebte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Albums bereits seit drei Monaten auf Kreta und wartete dort, wie alle, auf die Fähre. Ein rühriges, leises Wehklagen aber auch ein unbezwungener Optimismus durchzieht alle Songs auf dem schlecht ausgesteuerten Machwerk und erzeugt sofort Heim- und Kopfweh. Auch vielleicht weil die einzige musikalische Begleitung, die der Künstlerin in ihrer Situation geblieben ist im Sonnenblumenblasen besteht, welches sie in Ermangelung eines weiteren Musikers in den wenigen Pausen ihres in IsiXhosa vorgetragenen Rapgesangs aber effektvoll einzusetzen weiß.
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"Alle Kinder der Klasse 3b sind doff! [sic]" Peer Fettpo
grade krieg ich die neue von der "stony brook air force station" auf den tisch. herr von wichtigheim hatte ja den vorgänger hier irgendwo enthusiastisch bejubelt. aber "sensible people in an impudent way“ ist beim ersten anhören einfach nur anstrengend. schon der opener „in the way of their plagiarism“ ist eine akustische zumutung. tibetanischen klangschalen und keltische harfe, die elektronisch verfremdet fast 14 minuten an den nerven zerren. da ist ja selbst die neue von harald cuypers noch erträglicher. daumen runter!