Die lustige Familie

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Landblum
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Landblum »

Interview

I: Rezz Oyster, Sie sind der Mann hinter "New Gretl in the wood", eines erstaunlichen Post-Avangarde Ensembles, welches zur Gänze auf Musik verzichtet, nichtsdestoweniger als Geheimtipp in der Scene kursiert.

RO: Yeah. (lacht)

I: Wie erklären Sie sich den erstaunlichen Erfolg?

RO: Okehhj...y (lacht) Well, wir haben jahrelang genoist, bis
ich in Bad Bluth auf dies Ensemble stieß. Es bestand aus
28 Virtuosen, kleinwüchsig allesamt, tresenfest und angenehm im Umgang. Die Burschen waren seinerzeit bei einem Badeunfall ins Wasser geraten, konnten sich aber gottlob auf ein Cello retten und wurden vom Postboot aufgefischt, auf das örtliche Trockengerüst geklebt und hernach mittels Ballistol wieder hergerichtet. Von daher auch ihre Frisuren, nebenher bemerkt.

I: ... die man wohl als "Langen Steyrer" zeiht ...

RO: Yeah (lacht). Selbige werden sonst nur im Salon
Pospischil in Graz von Hand gezogen, geölt und luftgetrocknet. Dies gibt in der Summe dann das typische Erscheinungsbild samt der gewissen Nackensteifigkeit, die unerläßlich ist in Kurorchestern, deren Aktivisten oft im Freien operieren und schwer an ihren Instrumenten tragen.

I: Wie ging es weiter?

R.O.: Anfangs bewegten wir uns in gewohnten Bahnen, bis

°Ab hier nur mit Freischaltung lesbar

° Ab hier wieder ohne Freischaltung lesbar:

... die schneidenden Bässe durch Industrie-Noise, später durch das Abprallen knüppelharter Mettwürste von Resopaltischen ersetzt, die von Helfern fixiert werden.

I.: Könnte man dies als eine Art Wutventil betrachten?

R.O.: Yeah. (lacht)

I.: Rezz, wie war ihre Kindheit?

R.O.: Keine Ahnung, ich war ja kaum zu Hause. (lacht)

I.: Wo sehen sie sich in 5 Jahren?

R.O.: In Fröding an der Rütt. Dort betreibe ich eine kleine Tierhandlung: Trakehner, Zomiacs und die kleinen Welse.

I.: Sie scherzen.

R.O.: Natürlich. Es ist ein Kinderhospiz.

I.: Wir danken ihnen für das Gespräch.

***

Wenn Sie das Intervieuw nicht zur Gänze lesen konnten, liegt das
mglws. an ihrer Nichtfreischaltung.

Überweisen Sie deshalb unverzüglich alles, was Ihnen in die Hand fällt, an unseren nubischen Prinzen Eberhardt. Er wird sie daraufhin kontaktieren und einen Dauerauftrag einrichten.

LB / Kundenbindung
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Landblum
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Landblum »

TB

Ich will den Oettinger wiederhaben. Der konnte außer Englisch wenigstens noch Deutsch.

LB
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Dr. Dralle
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Dr. Dralle »

überweisen sie auf gar keinen fall irgendwas an diesen dubiosen nubische prinzen!
dieses ganze landblum-kundenbindungs-gedöns ist reiner fake!
ich selbst stehe schon seit tagen im garten und warte darauf, das mein landblum-seltene-erden-status endlich freigeschaltet wird! :?
das interview mit frl. oyster hat mir gut gefallen, weiter so! :)
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Landblum
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Landblum »

Ein treuer Leser, dieser, öchl, Dr.

Sei nicht allzu grob zu ihm, Friedrich Ludwig -

sim.

es war einmal ein könig. mit dem war nicht viel los. dauernd warf er akten durcheinander, bohrte löcher in die wände und spuckte aus dem fenster. das volk wars anders nicht gewohnt und nahm es hin. wird schon recht sein, sagten die leuth, wir haben ihn doch ausgewählt und außerdem hält er uns den drachen bohumil vom leib.

Nun, eines schönen Tages kamen Krock, de Wulitza und Prull ins Schloß, Gesande des Königs Wrauze, der nebenan regierte. zwar ebenfalls mehr schlecht als recht, doch das Volk wars anders nicht gewohnt und so - siehe oben.

Prinz Asperg will bald freien! riefen die Boten aus dem Nachbarreich und warfen Brautgeschenke in den Hausflur, weil ein Durst sie plagte. Dagegen half von alters her der
Kräuterbitter "Hargottstropfen", der in Hafenschenken wohlfeil zu erwerben war, woraufhin selbdritt sie eine dieser frequentierten.

Am nächsten Morgen fehlte ihnen außer ihrer Barschaft, dem Gesanden Krock und einem Auge obendrein das Schreiben ihres Prinzen, in welchem er in wohlgesetzten Worten um die Hand
des königlichen Sprosses Ulf-Fenja buhlte. Nun, was soll ich noch des Großen und des Breiten herumschwafeln: Prinz Asperg freite den Ulf-Fenja (1000 Pfund & grünes Jäckchen) und so lebten sie und lebten, solange halt die umgehängten Aufzuchttaschen hielten, welche der Seneschall in Schuß hielt mit Sidol und einer Handvoll Spucke täglich. Und wenn die beiden am Bahnhof nicht gebissen worden wären, lebten sie noch heute und es gäbe Table-Books von ihren Abenteuern und jeden 3. Tag Kartoffelsuppe.


Absatz.

"Die lustige Familie" kann auch abonniert werden. Das befreit sie einerseits von der Last, den ganzen Mist lesen zu müssen, andererseits können sie alles bequem von zu Haus aus regeln, eine sog. win - win Situation, wie wir Vertriebler sagen. Noch exklusiver gehts, wenn sie alles in die Hände von Prinz Eberhardt legen, da ist Vertrauen, grenzenlose Emphatie und viel, viel Platz.

Als Dreingabe erhalten Sie ein Räuber-Stövchen für stilvolle Abende in herzlicher Gesellschaft.

LB
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Landblum
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Landblum »

Tagebuch des Ove Tausendschön

Im Resthaar einen Dreadlock betoniert. Was dann noch übrig war, nach vorn geworfen. Macht aber nicht viel her. Nun gut, kleb ich mich dafür an die Kirchentür.

Der Paster hat einen Trennschleifer in der Sakristei. Kann man machen.
Jedenfalls bin ich nun wieder voll beweglich. Weiß nur nicht, wozu.

Frau Rotten-Gründel vom evang.-luth. Bereitschafsdienst hat mich mit ihrer Sackkarre aufgenommen, ins Kinderdorf geschafft und abgekippt. Da der Kleber nicht zur Gänze ausgehärtet war, bin ich etwas retardiert in der Motorik. Nebenbei bemerkt: Sven, ein norwegischer Tafelterrier, versucht ständig, Rotten-Gründel zu besteigen. Ob da was läuft?

Bei Toy ar us von einer Alleinerziehenden mit einem Baumstumpf beworfen worden. Steckt halt keiner drin, in diesen Weibern -

Vom Bürgermeisteramt herüber dringen Schmerzensschreie. Der Praktikant - ein Ostler wohl, nach dem kräht eh kein Sau - wird fürs heurige Passionsspiel vorbereitet. Ein Tauschgeschäft mit Ammergau, im Gegenzug gibts Öl im Lodenmantel.
Gut, klingt bescheuert, aber was ist mit "Apfel im Schlafrock"? Ha?
Na sehen Sie.

Halt, nochwas:
Teile der Lammbeck-Jugend wollen sich am Palmsonntag im Feuerlöschteich selbst ertränken. "Wir müssen Zeichen setzen!", so Thoralv S., Aktivist, Kassenwart und Org.-Leiter erwähnter Organisation und verwies auf das anschließende "Beisammensein der
Herzlichkeit" im Birkenhof.

LB
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Dr. Dralle
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Dr. Dralle »

Bild

der vorhang von endruscheit's märchenbühne öffnet sich zum klang einer defekten spieldose.
dahinter wird Dr. Dralle sichtbar, er trägt abermals sein krokodilskostüm.

Dr. Dralle: "naaaaaaa, kinder, kennt ihr denn auch die schaurig - schöne geschichte von
Dr. Landblum und Fräulein Hyde?"

Kinder: "nööööööööö!"

der doktor dimmt das licht und beleuchtet sich mit einer taschenlampe von unten, was ihm ein diabolisches aussehen verleiht.

Dr. Dralle: "je nun, da war also der gute doktor landblum, ein tierarzt mit einer eigenen praxis im westfälischen, der wurde eines tages von einer radioaktiv verseuchten ziege gebissen.
die ziege wiederum hatte lange als maskottchen für die werks elf des erste FC hamm-üntrop im kernkraftwerk gearbeitet.
der gute doktor aber nahm es nicht recht ernst, gab ein paar tropfen jod und ein hasaplast auf die wunde und vergaß den ganzen vorfall schnell.
eines nachts aber erwachte er unter der last eines gradezu sengenden kopfschmerzes.

er schleppte sich ins bad um eine aspirin aus dem alibert zu fischen.
als er aber in den spiegel blickte erstarrte er:
da sah er statt seines gewohnten spiegelbilds eine dame mittleren alters mit platinblonden haaren und einem pony, das bis kurz über ihre bösartigen augen reichte. dazu trug sie ein ziegenbärtchen und unter ihrem kleid zeichneten sich zwei euterförmige brüste ab!
der doktor rang nach luft aber der einzig laut, zu dem er fähig war, war ein meckerndes gelächter. kurz darauf wurde er ohnmächtig.

am nächsten morgen erwachte er schweißgebadet in seinem bett. was für ein albtraum, dachte er, als er ins bad schlurfte und das kleine radio, das immer auf der heizung steht, einschaltete. der nachrichtensprecher aber berichtete gerade von einem massaker im nahegelegen kinderheim, bei dem eine platinblonde damen mit einem fleischermesser..."

in diesem moment tritt frau endruscheit in den scheinwerferkegel und schlägt mit ihrem stecken ein paar mal auf den turban von Dr. Dralle ein.

Frau Endruscheit: " ja was wird denn das hier jetzt eigentlich?"

Dr. Dralle wirft einen blick auf seine imaginäre armbanduhr.

Dr. Dralle: "ja herrschaftzeiten, kinder, ist das schon so spät geworden? jetzt muß ich aber rasch weg!"

duckt sich nach unten und dann nach links ab.

Kinder: "och menno!"

frau endruscheit zeigt mit ihrem stecken auf die kinder: "und ihr da, marsch ab ins bett jetzt!"

kinder maulend ab.

Frau Endruscheit: "ich glaub es hackt!"
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Landblum
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Landblum »

Da scheint mir vieles an den Haaren herbeigezogen.

Wie war Ihre Kindheit?

LB
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Dr. Dralle
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Dr. Dralle »

keine ahnung, ich war ja kaum zu hause. (lacht)
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Landblum
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Landblum »

Haben Sie Palmsonntag schon was vor?

LB
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Dr. Dralle
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Dr. Dralle »

den palmsonntag verbringen Dr. Dralle und sein kumpel, der zwerg landblum traditionel auf der kleinen insel cotlett-island vor der küste westsumutraliens!


Bild
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Landblum
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Landblum »

Sie sanns ja sooo liab.

Leider gesellt sich bei meinem Kusöng zur Inselbegabung eine Inselallergie.

Aber: Wie wärs im`Trocadero´? In kurzen Hosen? Na?

LB

Apropos: In erwähntem Etablissement hatte ich seinerzeit eine kleine Messerstecherei mit Kafka. Is aber verjährt, dafür das Schwarzbier - 1A.
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Dr. Dralle
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Dr. Dralle »

eine flamingophobie und eine inselallergie in einer familie...
das schiksal meint es wirklich nicht gut mit ihnen!

aber die messerstecherei im trokadero (übrigens eines meiner lieblings-etablissements)
- das interessiert mich doch sehr!
war das jetzt der Schriftsteller oder war es günther kafka, der zweimalige deutsche meister im weltergewicht von 1936? 8O
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Landblum
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Landblum »

War Spaß. In Wahrheit handelte es sich natürlich um Gregor Kysie.
Mittlerweile vertragen / "fertragen" ist zwar falsch, sieht aber Klasse aus - also:
Mittlerweile fertragen wir uns wieder, wollen heuer sogar zum Zelten an den Toplitz-See.

Und Obacht vor dem Kusöng, dem Loisl!
Zwar nur ein Meterknüppel, aber ein fucking Sauhund.

Textprobe:

der westen glänzt im abendlicht

Eines Tags ging Gott spazieren. Nach einer Weile überkam ihn ein Bedürfnis und er entleerte sich ins Gartenhaus des Ortsvorstehers. Die Nachkommen des so reich Beschenkten rätseln bis zum heutigen Tag, was da wohl vorgegangen sei, was da mit solcher Urgewalt in ihr beschaulich Leben brach.

Irgendwann einigte sich man auf die Variante, daß ein Sattelzug mit Atheisten, unterwegs zum Spargelstechen nach Bad Sulz, gekippt und ausgelaufen sei, was allerdings auf wenig Gegenliebe stieß, da Atheisten zwar für jeden Mist zu haben seien, jedoch nicht in fremde Gartenhäuser stuhlten, nicht in diesen rauen Mengen.

Der Apotheker hatte nachgewogen, 7 Kilo und 3 Unzen, also nahm es Frau Rotten-Gründel vom Ev.-Luth. Bereitschaftsdienst auf ihre Kappe, sie nahm eh das ganze Leid der Welt auf ihre Kappe. Seitdem trägt sie 7 Kilo Gotteskot in ihrem handgedrehtem Dutt, die restlichen 3 Unzen kursieren in dubiosen Heilerforen, ein Tupfer davon soll gegen Scheuer-Auflauf, Vergeßlichkeit und schlimme Texte helfen - wers halt glaubt.

Luidore "Loisl" Landblum

+++

LB
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Landblum
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Landblum »

.
Personalakte Jorge Emanuell Luidore Landblum, genannt "Loisl"/ Auszüge

... als zeitweilig Beauftragter für Agit-Prop der SED im Raum Bitterfeld (SBZ) war genannter Landblum seinerzeit unter dem Decknamen "Der schöne Anton" ein bevorzugtes Ziel der Org. Gehlen. Ihm wurden insgesamt 31 sog. Honigfallen gestellt, die er allesamt neutralisierte, die erotischen Aktivisten teilweise zum Marxismus-Leninismus bekehrte, einen sogar von einer Pollenallergie befreite.

Nach den Wirren Anfang 90 und damit einhergehenden Verlust seines festen Wohnsitzes (Palast der Republik, Ebene 4 A) trat er auf Volksfesten als Gregor-Kysie-Double auf und erwarb den Taxischein.

Sein Briefwechsel mit Brod, Thatcher und Ed Schell gilt als Fundgrube für die Ausbildung Unterführerlaufbahn beim Bund, darüberhinaus fungiert Landblum seit 99 als Syndikus (Säkular) des Sanitätshauses Schreyvaltig in Niederwald.

Angebliche Levitationen konnten nie bewiesen werden, sein Lebenswandel sowie das Verhältnis zu Frauen und Tieren gilt als tadellos.

LB Consult
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Landblum
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Re: Die lustige Familie

Beitrag von Landblum »

Saloon Dolores / storyboard

drei germanisten, isabellfarbene anzüge, stiefeletten, bowlerhüte, peacemaker colts - eigentlich viel zu schwer für ihre ärmchen - , einer schleppt zusätzlich ein bowiemesser, disputieren neben der schwingtür des saloons über einen neuen text im `bahnhofskurier`.

Das Gespräch wird hitzig, sie fuchteln, sie beugen die Knie, sie strecken die Knie, Augen rollen, Speichel sprüht - da fällt das Wörtchen `kafkaesk`. Sofort beginnen sie zu hecheln, kleine Erektionen beulen ihre Barchenthosen; sie drängen sich zusammen, reiben die schmächtigen Rücken aneinander, deuten nach oben, deuten nach unten, bis einer jählings einen Schritt nach vorne tut: `Öhrks!´ ein Griff ans Herz, er taumelt, fällt - und toudt!

Mampfredo! gellt es aus dem Schankraum, Mampfredo! Uns Ernährer!
Was ist dir nur!

Ein Weib, so prächtig wie die Uckermark, dringt ungestüm ins Freie, schweißend aus den Achseln, der Busen wogt (zwar unterschiedlich, geht ein Teil runter, fährt das andre hoch, aber es wogt, so sagt man doch) es riecht nach 4711 und Landwirtschaft, ein Männlein springt auf einem Bein ihr nach, dreht eine Nase und bläst die Backen auf (Pfrööht!), erst ein "Aaaber aus jetzt, Ronald!" kann ihn stoppen, dann ist sie bei dem Hingestreckten, hebt ein Lied, sieht Mattes nur, ruft: Er ist hier! Er saß´ die ganze Zeit im Auge!

Sie hebt den Mattes flugs aus der Umkleidung. Der bedankt sich artig, dann zieht er eine Taschenflasche, nimmt einen tüchtig Zug und entläßt ein Bäuerchen. Dies flitzt hin zum Tresen, springt auf denselben, zieht aus der Arschtasch ein zerfleddert Reclam und spricht im zittrigen Falsett:

Der Schlag ans Hoftor

hernach, nach wohldosierter Pause:

Die Castagnetten knattern neben mir
Ich glaub, sie zählen jeden Kuß von Dir*


Eisige Stille. Dann erhebt sich ungelenk der Hafflinger, Toni, blökt: Waffn, Waffn, Waffn! und beginnt zu schweben. Schreie gellen durch den Raum, Entsetzen macht sich breit - sehr schön formulierter Satz, irgendwo angeeignet - bis der Loisl ruft: Ihr müßt ihn spiegeln!

Gesagt, getan - und ZACK hats wieder Ruh im Saloon Dolores.

*Zitat C&B

LB
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