Da hat er im Grunde ja recht; wenigstens die wussow-Zustände sind m. E. trefflicher nimmer charakterisiert worden. ABER: Scheint es nicht so, daß die bei ihm inzwischen topos-, ja starrsinnsmäßig im Munde geführte Tabubrecher-Rhetorik ihn letztlich, was Gott verhüte, doch, Schluck um Schluck, Zug um Zug, in Richtung von eben, na, LUISE RINSER führt? Die empfand sich selbst zum Schluß ja auch immer 'unbequem', 'quer zum Zeitgeist', 'geborene Rebellin', 'zwischen allen Stühlen' usf, jaja.E. Henscheid in [url=http://www.jf-archiv.de/archiv06/200612031709.htm]JF 17.03.06[/url] hat geschrieben:schreckliches Belaurer- und Denunziantenwesen nun wirklich fast "im Gestapostil", als Freiheitskontrolle genuiner Dossieranleger, oft übrigens im Zusammenhang mit dem Internet und seinen Parallelwelten, sogenannten Chatrooms und Geschwätzstammtischen - meist jenseits jeder Frischluft und Realität.
Letztlich böse sein kann man ihm aber nicht, insbesondere nach Lektüre der göttlichen 'Sudelbücher', die jetzt ja wieder zu haben sind. Allein dafür hat er m. E. genug moralischen Kredit erwirtschaftet, um jetzt der JF bis zu seinem Lebensende verträumt-verquatschte Interviews zu geben. Doch.