Diskursethik Weekly

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HellBoy
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Beitrag von HellBoy »

Hey Adorno,
wurde die Damen-Pumps-Halde nicht viel mehr in der Villa Marcos in Manila entdeckt???
Kann sein, kann auch nicht sein.
Man weiss es nicht.
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HellBoy
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Beitrag von HellBoy »

Kann sein, kann auch nicht sein.
Man weiss es nicht.
Robert Mugabe
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Beitrag von Robert Mugabe »

Adorno hat geschrieben:M.E. ist in diesem Schmarrn der Begriff der "Dekonstruktion" weit über die Grenzen der Belastbarkeit strapaziert, nämlich in der Anwendung auf die politische Sphäre, für die er nie geschaffen war (...)
- Jetzt Moment mal! Bohrer nimmt doch die Dekonstruktion gerade gegen ihre Überstrapazierung und Politisierung in Schutz! Schreibt er denn nicht: »<i>Diese linke Manipulation der ursprünglich rein ästhetiktheoretisch gemünzten, ungeheuer innovatorischen Erkenntnis, daß sich Metaphernketten nicht auf einen eindeutigen Sinn beziehen lassen, widerspricht also dem ursprünglichen Sinn der Dekonstruktion.</i>«?
Ich frage als einer, der freilich den Dekonstruktivismus nie verstanden hat. Ich versuche wie gesagt nur, mir einen Reim auf den Bohrerschen Artikel zu machen, und schaffe es einfach nicht.
Was will der Mann uns sagen? Meines Erachtens irgendwie: Es gibt eine dumme Art der Opposition gegen 'Political Correctness', es gibt aber auch eine intelligente und wohlbegründete. Und daß Habermas diesen Unterschied nicht sieht (oder sogar: sieht, aber mutwillig ignoriert und leugnet), das nimmt der Bohrer ihm übel. Sehr, sehr übel.
Oder?
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hessen-heidegger
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Beitrag von hessen-heidegger »

diese Olia Lialina ist anscheinend eine "Künstlerin" und hat nicht wirklich etwas mit Mobutu zu tun. Schade. :(
Mein Lieblings-Diktator aus Afrika ist übrigens Macias Nguema, der angeblich die Gewohnheit hatte, das Blut seiner ermorderten Feinde im Kühlschrank aufzubewahren, um es morgens zum Frühstück zu trinken.


@Mugabe
wie man hört, haben Sie gestern auf der Tagung der Welternährungsorganisation in Rom eine tolle Rede gehalten. Ich sag dazu nur soviel: als Ihr Land noch Rhodesien hiess, musste dort niemand hungern.
Adorno
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Beitrag von Adorno »

Um Himmelswillen, Hellboy. Nach diesem Diktatoren-Ranking bin ich Tony Blair. Wie beschämend...
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HellBoy
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Beitrag von HellBoy »

Lustig,
Ich bin der grosse Vorsitzende Mao :?
Suche schonmal nach asiatischen Vorfahren...
Kann sein, kann auch nicht sein.
Man weiss es nicht.
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hessen-heidegger
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Beitrag von hessen-heidegger »

um den Diskursethik-Weekly wieder etwas in Gang zu bringen, stelle ich vielleicht die nächste Aufgabe


zurest die Geschichte:
in einem Labor werden grausame Versuche an Katzen durchgeführt. Damit die armen Miezen nicht durch lautes Miauen ihren Unmut kundtun, wurden ihnen die Stimmbänder durchgeschnitten. Zurest kommen die Positivisten in das Labor, schauen sich um, hören nichts, merken nichts und gehen wieder. Dann kommen die Frankfurter: im Gegensatz zu den Positivisten schauen sie "hinter die Dinge", durchschauen so schnell das böse Treiben und bereiten ihm vielleicht (?) ein Ende.

und jetzt die Aufgabe:
geht der Punkt an die Frankfurter oder an die Positivisten? Oder gibt es eine dritte Möglichkeit? Begründen Sie Ihre Antwort.
Adorno
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Hm

Beitrag von Adorno »

Zueignung: Puh, ein echter Hammer.


Postulat: Der Punkt geht an Habermas.

Begründung: Die Positivisten fallen gänzlich raus, da sie ja noch nicht einmal die Mimesis realisiert haben (und z.B. die Kätzchen nicht fotografieren).
Ich und die Jungs sehen zwar hinter die Dinge, verstehen sie aber lediglich als dialektisches Modell einer sich selbst veräußerlichenden Aufklärung, die die Kätzchen als Gegenstand hypostasiert; Ware der postbürgerlichen Geselschaft, die den Kätzchentod als biologische Zerstörung mutwillig in den bewußten gesellschaftlichen Willen aufnimmt, welcher die Massenproduktion und Verbilligung des Todes einleitet. Sie morden, damit ihnen gleicht, was lebendig ihnen dünkt. Dann kommen die Studenten, wollen die Kätzchen befreien, und wir regen uns furchtbar auf.
M.E. kriegt Habermas recht, der wenig später einen Strukturwandel der Laborbedingungen feststellt. Die Kätzchen können jetzt zwischen zwei Sorten Sahne wählen, gründen eine Monatszeitung "StimmLos" (oder "Mi(ch)au(ch)") und unterschreiben Petitionen an die Versuchsleiter.
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hessen-wohin
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Re: Hm

Beitrag von hessen-wohin »

oops, wieso kann ich das nicht löschen ??? :evil:
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hessen-heidegger
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Beitrag von hessen-heidegger »

Adorno hat geschrieben:Postulat: Der Punkt geht an Habermas.
das war ja klar, man kann dich ja kaum unparteiisch nennen. Was ist eigentlich mit den Stimmbändern von Habermas los, weisst du da näheres?

deine Begründung war sehr schön, leider aber das Thema verfehlt, haha, nur ein kleiner Scherz, du hast die Aufgabe natürlich mit Bravour gelöst, ist ja auch dein ureigenstes Gebiet.

Für den Rest möchte ich noch eine Zusatzaufgabe stellen, die die vorherige Aufgabe ergänzt und so vielleicht die philosophisch-soziale Fragestellung etwas deutlicher macht (du, lieber Theo, bist aber selbstverständlich auch herzlich eingeladen, mitzumachen)

ok, es geht los
Mehrere hundert Personen sind auf Lebenszeit in einem Gefängnis eingesperrt. Sie müssen dort in unerträglichen Bedingungen dahinvegetieren, die unzureichende Ernährung, zu wenig Schlafplätze und unerträglichen Lärm einschliessen. Man könnte meinen, für jeden Gefangenen wäre es dann rational, "empirische Wissenschaft" zu treiben: die Mitgefangenen genaustens zu beobachten, um für das eigene Überleben das Maximum der knappen Güter herauszuschlagen.
Der tollkühne Horkheimer empfiehlt aber "nicht im Registrieren und Prognostizieren von Fakten, im blossen Kalkulieren" zu verharren,

sondern dass er [der Gefangene] lernt, hinter die Fakten zu blicken, die Oberfläche vom Wesen zu unterscheiden, ohne sie freilich für nichts zu achten, Begriffe zu konzipieren, die keine blossen Klassifikationen des Gegebenen sind, und seine gesamte Erfahrung fortwährend auf bestimmte Zielsetzungen hin zu strukturieren, ohne sie dabei zu verfälschen, kurz, dass er lernt, dialektisch zu denken.

die Frage:
welche Strategie würden Sie ergreifen, wenn Sie der Gefangene wären?
Adorno
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Beitrag von Adorno »

Stimmbänder? Was soll damit sein? Ist er heiser?
Läge vielleicht daran, daß er neulich im Iran war um dort die Mullahs zusammenzuschreien.
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hessen-wohin
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Beitrag von hessen-wohin »

Adorno hat geschrieben:Stimmbänder? Was soll damit sein?
man kann doch die Laute, die Habermas von sich gibt, kaum als artikuliertes Sprechen bezeichnen
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hessen-heidegger
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Beitrag von hessen-heidegger »

hessen-heidegger hat geschrieben:die Frage:
welche Strategie würden Sie ergreifen, wenn Sie der Gefangene wären?
ich sehe schon, Ihr könnt es vor Spannung nicht mehr aushalten, ich will also das Rätsel auflösen: die Strategie des tollkühnen Max hört sich zwar gut an, ist aber natürlich Quatsch. Ne,ne, unser Maxi, immer für ein Spässchen zu haben...
also: wenn Ihr irgendwie in so eine Situation kommt: die Strategie #1 ist die bessere!
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HellBoy
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Beitrag von HellBoy »

Hallo Hessen-Heidegger,
Habermas hat mal eine Hasenscharte wegoperiert bekommen. Hat wohl nicht so excellent geklappte oder war nicht früh genug oder so...
Erzählt man sich jedenfalls in Soziologenkreisen so.
Kann sein, kann auch nicht sein.
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Adorno
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Beitrag von Adorno »

Ein Historiker UND Soziologe!
Wo sind meine Herztropfen....

Ich finde, des mutigen Max männlich markantes Machwerk merkantilisiert mistigerweise manche Misanthropie. Mal mitdenken!

Stets der Ihre,

ThWA

P.S.: Konsequente Euthanasie hätte auch jenen Defekt der Natur, wie ihn Habermas lippaufwärts spazierenführt, im Keime erstickt - zum Wohle des Volkskörpers und der Sozialwissenschaften. Meine Meinung! S. dazu auch "Heiteres Bioethik-Fachsimpeln" im gleichen Forum.
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